„Wohnt Deutschland auf verlorenem Grund? – Der Wohneigentum-Schock 2022. Weniger als die Hälfte lebt im eigenen Heim – und noch dazu stagniert der Trend. Warum? Wir erklären, was das für Ihre finanzielle Zukunft bedeutet.

Wohneigentum ist in Deutschland keine Selbstverständlichkeit – und schon gar nicht gleich verteilt. In Deutschland betrug die Wohneigentumsquote 2022 nur 44 %, im Vergleich zu ca. 69 % im EU-Schnitt . Das macht uns zum europäischen Schlusslicht – nur wenige Länder sind ähnlichermaßen mieterlastig.

Ursachen:

⛔ Steile Nebenkosten: Makler, Notar, Grunderwerbsteuer bis 6,5 % erschweren den Erwerb

⛔ Attraktiver Mietmarkt: Starker Mieterschutz, hoher Mietwohnungsanteil

⛔ Einkommens- und Regionenunterschiede: Stadt-Land-Gefälle, junge Haushalte kaufen seltener, ältere häufiger

Ein Blick in die Bundesländer offenbart eine überraschend gespaltene Realität: Während in einigen Regionen fast jede zweite Familie ein eigenes Heim besitzt, bleibt anderen der Eigentumstraum weit entfernt. Diese Unterschiede sind nicht zufällig – sie spiegeln wirtschaftliche Lage, Wohnraumpolitik, historische Entwicklungen und soziale Mobilität wider.

✅ Saarland: Spitzenreiter mit ca. 59 % Wohneigentum (+0,6 % seit 2011)

⛔ Berlin: Schlusslicht mit nur 16 % (+1,2 %)

✅ Ostdeutschland verzeichnet leichte Zuwächse

✅ Brandenburg: 45,4 %, +1,3 %

✅ Sachsen: 42,6 %, +1,6 %

✅ Thüringen: 46 %, +0,8 %

⛔ Der Westen stagniert oder fällt

Deutschland hat drei zentrale Einlagensicherungssysteme:

🔶 EdB – Entschädigungseinrichtung deutscher Banken
Gesetzliches System für private Banken. Verpflichtend.
Rücklagen: 5,32 Mrd. € bei 786,9 Mrd. € abgesicherten Einlagen.

🔶 DSGV – Deutscher Sparkassen- und Giroverband
Für Sparkassen. Teilweise freiwillige Sicherung.
Rücklagen: 6,02 Mrd. € bei 828,4 Mrd. € Einlagen.

🔶 BVR – Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken
Für Genossenschaftsbanken. Eigenständiges System.
Rücklagen: 4,56 Mrd. € bei 605,7 Mrd. € Einlagen.

⛔ Deckungsquoten liegen bei allen unter 1 %!
Das bedeutet: Für je 100 € Versprechen gibt es weniger als 1 € Rücklage.

Wohneigentum als Vermögensbasis – schon verloren gegangen? Kein Eigentum, kein Vermögen? Die stille Enteignung durch Miete

Wohneigentum ist kein Luxus – sondern Basis für Sicherheit, Selbstbestimmung und Altersvorsorge. Wenn Eigentum weiterhin für breite Bevölkerungsschichten unerreichbar bleibt, droht eine ganze Generation ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit zu verlieren. Während in anderen EU-Ländern Eigentum selbstverständlich zur Altersvorsorge gehört, bleibt Deutschland beim Vermögensaufbau zurück. Wer kein Eigenheim besitzt, zahlt Monat für Monat in fremde Taschen – ohne Vermögenswirkung. In vielen Haushalten ist die Mietzahlung der größte Ausgabeposten – aber im Alter ist nichts davon zurückzuerwarten.

In Ländern wie Polen oder Rumänien liegt die Wohneigentumsquote bei über 90 % – in Deutschland 2022 nur 44 %

⛔ Immobilienbesitz ist in Deutschland die größte Vermögenslücke zwischen Arm und Reich

⛔ Eigentümer-Haushalte haben laut Bundesbank mehr als 7x so viel Vermögen wie Mieter

⛔ Wer nicht kauft, verzichtet langfristig auf Vermögensbildung.

Deutsche Haushalte geben im Schnitt 24,5 % ihres Einkommens für Wohnen aus – der EU-Durchschnitt liegt nur bei 19,2 %

⛔ Vor allem junge Familien und Alleinerziehende sind überdurchschnittlich belastet. Mieten steigen, Eigentum bleibt außer Reichweite

⛔ Jeder vierte Euro geht fürs Dach über dem Kopf drauf – ohne Gegenwert.

Was viele nicht wissen:

⛔ Diese Sicherheit ist kein staatliches Versprechen – es ist ein Fonds mit begrenzten Mitteln.

⛔ Ein Fonds, der wie eine Feuerwehr mit zu wenig Wasser dasteht, wenn mehrere Häuser gleichzeitig brennen.

⛔ Junge Menschen (<35 Jahre) sind kaum Eigentümer – obwohl sie am meisten Zeit hätten, ihr Vermögen wachsen zu lassen

⛔ Geringverdiener bleiben dauerhaft im Mietsystem – selbst bei niedrigen Zinsen war der Zugang versperrt

⛔ Altersarmut ist kein Randphänomen – sie entsteht oft genau hier: durch fehlendes Eigentum.

Warum bleibt Deutschland Mieterland? Deutschland ist eines der wenigen Länder Europas, in dem Mieten der Normalfall ist – und nicht der Eigentumserwerb.

Deutschland ist eines der wenigen Länder Europas, in dem Mieten der Normalfall ist – und nicht der Eigentumserwerb. Trotz jahrzehntelanger Niedrigzinsen, eines anhaltenden Immobilienbooms und staatlicher Förderprogramme hat sich an dieser Realität kaum etwas geändert. Während viele Nachbarländer Eigentum als zentrales Element der Altersvorsorge betrachten, bleibt Deutschland ein klassisches Mieterland – mit einer Eigentumsquote von nur 44 %. Diese Entwicklung ist kein Zufall. Sie beruht auf strukturellen, politischen und kulturellen Faktoren, die Eigentum nicht nur finanziell erschweren, sondern auch gesellschaftlich entwerten:

Drei Hauptgründe:

Eigentum ist für viele schlicht nicht finanzierbar – besonders in Großstädten. Mehrere Gründe beeinflussen, warum viele lieber mieten:

⛔ Finanzielle Hürden beim Eigentumserwerb: Hohe Einstiegskosten: Wer kaufen will, muss oft 10–15 % Nebenkosten einkalkulieren – bestehend aus Grunderwerbsteuer (bis 6,5 %), Maklergebühren (bis 7 %) und Notarkosten. Eigenkapitalanforderungen: Ohne mindestens 20–30 % Eigenkapital gibt es selten eine Finanzierung.

⛔ Rechtliche Rahmenbedingungen begünstigen das Mieten: Der starke Mieterschutz bietet Sicherheit ohne Verpflichtungen – Mietpreisbremsen, Kündigungsschutz und Sozialwohnungen geben vielen das Gefühl, „eigentlich nichts zu verpassen“. Gleichzeitig sind steuerliche Vorteile und Abschreibungen für Vermieter attraktiver als für Eigennutzer.

⛔ Marktsituation unsicher: Wohnraummangel, vor allem in urbanen Regionen, Hohe Immobilienpreise, die schneller steigen als Einkommen, Steigende Baukosten und Zinsen – für viele ist der „Traum vom Haus“ heute ferner denn je.

Als gemeinnütziger Verein klären wir auf – weil Ihr Vertrauen es verdient, durch Wissen gestützt zu werden.

Geschäftsanschrift:
Bund Deutschen Vermögensschutzes e.V.
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Webseite: https://bdvev.info


Vereinsregister:

Eintragung im Vereinsregister.
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Registernummer: VR 42060 B

Vertreten durch den Vorstand:
Erster Vorsitzender:

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Sebastian Nettlenbusch

Jedes Vorstandsmitglied vertritt den Verein allein.

Verantwortlich für den Inhalt nach § 18 Abs. 2 MStV:

Jens Steinhagen
Seebadstraße 44
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Hinweis zur Gemeinnützigkeit:

Der Bund Deutschen Vermögensschutzes e.V. verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 51 ff. Abgabenordnung. Ziel des Vereins ist die Förderung von Verbraucherbildung, finanzpolitischer Aufklärung sowie des demokratischen Staatswesens in Deutschland.